Blog

Aktuelles aus dem Hause ROHEM

Ein wasserführender Kamineinsatz steht und fällt mit der richtigen Frischtluftversorgung!

Veröffentlicht von | Allgemein | Kein Kommentar

raumluftunabhaeningVielen ist nicht bewusst, dass ein moderner Kamineinsatz, besonders die wasserumspülten Varianten, für einen sauberen und starken Abbrand Frischluft benötigen.
Diese Frischluft sollte idealerweise kalt sein und von außen zugeführt werden. Es gibt gewisse Bedingungen, in denen auch die Raumluft genommen werden kann.

Im Kamineinsatz wird die frische Luft an vielen verschiedenen Stellen wohldosiert verteilt. Damit wird ein wirkungsvoller und effizienter Abbrand erzeugt und geregelt.

Ein wasserführender Kamineinsatz mit zu wenig oder keinem Frischluftanschluss brennt schlecht!
Dadurch ist das Risiko einer dreckigen Scheibe höher, Sie verbrennen deutlich mehr Holz um Energie zu erzeugen und das Flammenbild ist ebenfalls nicht so schön.

rohbauBesonders im Neubau (z.B. KfW Niedrigenergiehaus) führt kein Weg mehr an der Frischluft vorbei. Moderne Sanierungen oder neue Gebäude sind sehr gut isoliert, 3-Fach verglast und haben kaum noch Undichtigkeiten, die das nachströmen von frischer Luft baubedingt zulassen. Diese Vorhaben sollten in der frühen Planungsphase bereits die Frage der externen Frischluft bedenken und klären.

Es gibt die Möglichkeit die Frischluft von draußen zuzuführen, aber auch über einen Luft-Abgas Schornstein. Ein Luft-Abgas Schornstein besitzt i.d.R. einen Schacht für die Abgase und einen zweiten separaten für die frische Luft. Bei einem LAS Schornstein muss jedoch geprüft werden, ob die Frischluftmenge ausreichend für die Verbrennung ist.

Sind diese Punkte gegeben und der Kamin angeschlossen, sorgt die Kaminsteuerung für die richtige Dosierung der Frischluft. Zum Anheizen wird zum Beispiel mehr Luft unter dem Ascherost (Primärluft) benötigt. Diese Luft wird bei Vollbrand jedoch runtergedrosselt, da zuviel Primärluft nicht förderlich für eine saubere und effiziente Verbrennung ist. Im Vollbrand wird mehr Luft über die Abgasnachverbrennung und die Scheibenspülung in den Brennraum zugeführt.

Merke:“Es brennt nicht das Holz, sondern es brennen die Holzgase!“duo_luft_drosselklappe

In unseren wasserführenden Kamineinsätzen der aquaTECH Serie verwenden wir unser DUO System. Die an die Kaminsteuerung angeschlossene DUO-Drosselklappe besteht aus zwei Kanälen. Der erste (obere) Kanal führt die externe Zuluft unter das Ascherost und schließt sich nach Erreichen der eingestellten Temperatur. Der zweite (untere) Kanal führt externe Zuluft für die Nachverbrennung der Abgase sowie für die Scheibenspülung zu. Nach Erreichen der eingestellten Zieltemperatur schließt sich diese Drosselklappe über eine vorprogrammierte Kurve. Der größte Vorteil ist die Unabhängigkeit der Scheibenspülung in der Regelung! Die Scheibe bleibt länger sauber und beschlägt nicht.

Fünf gute Gründe für die Verwendung eines Laddomat 11-30

Veröffentlicht von | Allgemein | Kein Kommentar

Wir von ROHEM Feuerungstechnik empfehlen bei der Installation eines wassergeführten Kamineinsatzes den Einbau eines Laddomat – der Thermischen Rücklaufanhebung aus dem Hause Termoventiler.

Doch wieso ist so ein Laddomat eigentlich sinnvoll? Wir haben Ihnen einmal die 5 wichtigsten Argumente für die Verwendung einer Thermischen Rücklaufanhebung aufgeführt:

  1. Durch die Erhöhung der Rücklauftemperatur zum Kessel werden Korrosion und Kondenzwasserbildung verhindert. Dadurch wird die Lebensdauer des Kessels verlängert und Ihr Kamin spendet Ihnen auch noch zukünftig lange und zuverlässig wohlige Wärme für Ihr Zuhause.
  2. Der Laddomat sorgt aufgrund des „By-Pass“ für eine schnell erreichte Betriebstemperatur des Kessels. Dadurch steigt der Wirkungsgrad Ihres Kamins und Sie sparen bei der Menge des Brennmaterials. Ein weiterer Sparfaktor ist die Energieeffizienzpumpe, die mit einem geringen Eigenverbrauch einen erheblichen Anteil zur Effizienzsteigerung Ihres wassergeführten Kamins beiträgt.
  3. Der Ladevorgang des Pufferspeichers wird so geregelt, dass die Schichtung des Wassers im Pufferspeicher optimal erfolgt. Dadurch wird die Voraussetzung für ein bestmöglich funktionierendes Heizsystem geschaffen.
  4. Der Systemaufbau wird vereinfacht – der Laddomat passt in alle Systeme von 1 bis max. 30kW Wasserleistung.
  5. Die Ausstattung mit Kugelhähnen ermöglicht eine Wartung des Systems, ohne dass dieses entleert werden muss.

ladomat_11_30_blogeintrag

Sie haben noch Fragen zu der Verwendung oder Funktionsweise einer Thermischen Rücklaufanhebung? Dann schauen Sie sich doch mal unser Video zur Funktionsweise eines wassergeführten Kamineinsatzes an oder wenden Sie sich direkt an einen unserer Mitarbeiter.

 

Nützliches Wissen rund ums Thema Holz

Veröffentlicht von | Allgemein | Kein Kommentar

Holz – Brennstoff mit Zukunft

Holz ist in vielerelei Hinsicht ein Brennstoff mit Zukunft. Zum einen ist Holz wirtschaftlich effektiv, da der Holzpreis stabil bleibt, während Erdgas, Erdöl und Gas ständig teurer werden. Des Weiteren ist Holz ein ökologischer Brennstoff. Das bedeutet er ist integrierbar in natürliche Kreisläufe. Im Gegensatz zu Kohle oder Erdöl, wird bei der Verbrennung von Holz nur so viel schädliches Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher während des Wachstumsprozesses des Baumes und der Atmosphäre entzogen wurde. Zu guter Letzt ist Holz zudem besonders Nachhaltig – es kann nie mehr verbaucht werden, als neu entstehen.

Wissenswertes zum Brennstoff Holz

Der allgemeine Gedanke zum Brennstoff Holz ist häufig: schaden wir der Natur nicht, indem wir soviel Holz als Brennstoff verwenden? Die Antwort ist ganz klar: Nein! Eine 30- 40 m hohe Fichte hat im Laufe ihres Lebens Dutzende gleichartiger und anfangs gleich großer Baumnachbern verdrängt. Die Bäume, die ins Hintertreffen geraten verkümmern und sterben. Daher ist es viel umweltfreundlicher und vorteilhafter einige Bäume zu fällen, damit andere besser und vitaler wachsen können.

Wichtig ist außerdem zu wissen, dass unterschiedliche Holzarten unterschiedlich lang brennen. Der Heizwert hängt hierbei vom Alter, sowie die Anzahl der Jahresringe des Baumes ab. Dieser Heizwert wird in in kJ/kg oder in kWh/kg gemessen und macht eine Aussage darüber, welche Wärmemenge aus einem kg eines bestimmten Brennstoffes gewonnen werden kann.

Unterschieden werden die Baumarten außerdem noch zwischen Weichhölzern und Harthölzern. Die Dichte von 0,55g/cm³ ist der Grenzwert zwischen den beiden Gruppen. Alles, was darunter liegt, gilt als Weichholz, alles darüber als Hartholz. Je härter das Holz, umso länger brennt es auch.

Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Baumarten:

Weichhölzer

Rohdichte

Fichte

0,41 g/cm³

Tanne

0,41 g/cm³

Pappel

0,41 g/cm³

Douglasie

0,47 g/cm³

Kiefer

0,51 g/cm³

Linde

0,52 g/cm³

Weide

0,52 g/cm³

Lärche

0,55 g/cm³

 

Harthölzer

Rohdichte

Hasel

0,56 g/cm³

Bergahorn

0,59 g/cm³

Birke

0,64 g/cm³

Ulme

0,64 g/cm³

Eiche

0,67 g/cm³

Esche

0,67 g/cm³

Hainbuche

0,67 g/cm³

 

 

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Beurteilung der verschiedenen Holzarten ist der Wassergehalt. Je weniger Wasser im Holz, desto besser brennt es, da die eigentliche Verbrennung und Wärmeabgabe erst beginnt, sobald das Wasser verdampft ist.

Alternativen zu Scheitholz

Eine gute Alternative zu Scheitholzen bieten Holzpellets, Hackschnitzel und Holzbriketts. Holzpellets werden speziell für Einzelöfen und Zentralheizungen konzipiert und eingesetzt. Sie bestehen aus zerkleinerten Holzabfällen wie Waldrestholz oder Spänen, die dann unter hohem Druck zu 10 bis 30 Millimeter langen, rund 5 Millimeter dicken Würsten zusammengepresst werden. Die Holzpellets sollten glänzen und wenig stauben. Dunkle Pellets lassen auf einen höheren Rindenanteil schließen, was zu einem erhöhten Anfall von Asche führt.

Praxistipp: Um die Dichte von Holzpellets zu überprüfen, kann man die Pellets in ein Wassergefäß geben. Sinken sie zu Boden, stimmt die Dichte. Bleiben sie an der Oberfläche oder schwimmen auf halber Höhe, ist sie zu gering.

Hackschnitzel sind kleine Holzstücke unterschiedlicher Herkunft. Leider sind diese meist aus qualitativ schlechtem Industrieholz, Ganzbäumen oder Schlagabraum. Hinzu kommt eine komplizierte Lagerung, da ein hoher Raumbedarf besteht. Außerdem besteht Fäulnisgefahr bei nicht belüftbarer Lagerung.

Holzbriketts können im Holzofen verbrannt werden. Sie bestehen aus trockenen, unbehandelten Holzresten, welche unter hohem Druck zusammengepresst werden. Idalerweise bestehen die Briketts aus Laubholz, da diese langsamer verbrennen und dadurch ein niedriger Verbrauch gewährleistet wird. Nadelholz Briketts führen zu hohen Temperaturen und einem raschem Abbrand. 1 Tonne ersetzt 3 – 5 Raummeter trockenes Buchenholz, braucht aber nur 1 ½ Raummeter. Allerdings ist hier die trockene Lagerung noch wichtiger, als bei normalem Scheitholz, da die Briketts bei Kontakt mit Wasser aufquellen.

Praxistipp: Holzbriketts können alternativ zu Scheitholz in herkömmlichen Holzöfen verheizt werden – mit Pellets geht das nicht.

 

Heizwerte, Brennwerte und Preise

Hohe Investitionskosten in alternative Heizsysteme schrecken häufig ab und die Wahl der richtigen Heizung wird immer schwieriger. Nachfolgend zeigen wir Ihnen die Ergebnisse eines Heizkostenvergleiches von test.de (2008), bei welchem Gasbrennwertkessel, Holzpelletkessel und Ölbrennwertkessel miteinander verglichen wurden.

In den Anschaffungskosten punkten hierbei ganz klar die Gasbrennwertkessel mit einem Preis von 4500 – 5800 €, sowie Ölbrennwertkessel mit einem Preis von 5590 – 7000 €. In etwa doppelt so teuer in der Anschaffung sind hingegen die Holzpelletkessel mit Geräten zwischen 10.800 und 12.600 €. Je nach System entstehen natürlich auch noch weitere Kosten für Brenn­stoff­lager und Warm­wasser­speicher (Öl und Pellets) sowie Förderschnecke (Pellets).

Alle drei  Systeme brauchen eine jährliche Wartung, sowie einen Besuch vom Schornsteinfeger. Hierbei schnitten jedoch die  Pelletanlagen am schlechtesten ab, da der Wartungsaufwand hier am größten ist. Dafür gibt es allerdings staatliche Zuschüsse für Pelletheizungen. Hier ein Beispiel: In ein bestehendes Gebäude baut eine Familie eine Pellethei­zung mit einem großen Warm­wasser­speicher (Pufferspeicher mit mindestens 30 l/kW). Dafür bekommt sie 2 500 Euro Zuschuss. Ist das Haus sehr gut gedämmt und kommt ein zusätzlicher Filter in den Schorn­stein, dann erhöht sich die Förderung sogar auf bis zu 4 750 Euro.

Preislich gesehen toppen die Holzpellets aber alles, da sie aus einem heimischen Rohstoff bestehen. In den letzten Jahren kosteten Presslinge im Schnitt etwa 4 Cent/kWh, während Öl und Gas hingegen mit 6-8 Cent/kWh fast doppelt so teuer sind. Und die Preise von Öl und Gas werden weiter steigen, wie folgende Grafik anschaulich verdeutlicht:

4121902_Entwicklung-Energiekosten_gross
Quelle: test.de

Besonders auf lange Sicht macht sich die Kostenersparnis deutlich, denn je länger die Pelletanlage läuft und je höher der Wärmebedarf ist, desto mehr rechnet sich die Anfangsinvestition. Holzpelletkessel sparen gegenüber Öl- und Gasbrennwertkessel jährlich im Schnitt zwischen 390 und 480 €. Auf eine Betriebsdauer von 20 Jahren gerechnet summiert sich das Ergebnis schließlich auf satte 7860 bis 9550 €.

Das Fazit unseres Heizungsvergleich: Die umweltfreundlichen Heizungen liegen in jedem Fall vorne. Nicht nur die Preisersparnis, sondern auch der geringe CO2-Anteil der Holzpelletkessel überzeugt. Allgemein kann man zu den Preisen noch sagen, dass die Preise von Holzpellets stark von der Entfernung zum Pellethersteller abhängen. Pellets per Tankwagen kosten frei Haus zwischen 140 und 220€ pro Tonne oder zwischen 2,9 und 4,4 Cent pro kWh. Sackware wird hingegen für 250€ pro Tonne oder 5,2 Cent pro kWh geliefert.

Bei Scheitholzen hingegen ist die Länge entscheident. Je kürzer das Holz, desto höher der Preis, denn jeder Trennschnitt kostet Zeit und damit Geld. Bei ofenfertigem Holz sind die Holzscheite bereits auf eine Länge vom 25 oder 33 cm eingekürzt und ab einem bestimmten Durchmesser zusätzlich gespalten.

 

Wie trocknet Holz am schnellsten?

Frisch geschlagenes Holz hat meist einen Wassergehalt von 50% und muss direkt nachdem der Baum gefällt wurde, gespalten werden, damit es besser trocknen kann. Das Holz ist zum Verbrennen geeignet, wenn der Wassergehalt auf 20% reduziert worden ist. An regenreichen Tagen sollte Kaminholz möglichst nicht angeliefert werden und die bestmögliche Lagerung findet man unter einem vorgezogenen Dach oder einer Holzhütte, wo es gut durchlüften kann. Am besten wird das Holz hierbei zu Kreuzstapeln aufgeschichtet, um eine optimale Trocknung zu garantieren. Auch im Keller kann Holz gelagert werden.

Eine Ausnahme bietet hier allerdings frisch geschlagenes Holz. Dieses kann im meist feuchten Kellerraum nicht vernünftig austrocknen und beginnt zu stocken oder zu schimmeln. Am besten fällt man Holz außerdem in den kalten Jahreszeiten, da sich die Bäume dann in Ruhephase befinden und nicht in ihrer vollen Pracht stehen. Das Holz weist dann den geringsten Wassergehalt auf.

 

 

 

 

 

ROHEM-Feuerungstechnik brennt für die ISH – wir resümieren 5 Tage Messe!

Veröffentlicht von | Allgemein | Ein Kommentar

Die weltgrößte Messe für energieeffiziente Heizungs- und Klimatechnik, sowie erneuerbaren Energien liegt nun hinter uns. Wenige Tage sind seitdem erst vergangen und wir stecken mitten in der Nachbereitung!

Doch wollen wir zunächst einmal kurz innehalten und die ISH Revue passieren lassen. 5 Tage Messe liegen nun hinter uns und im Großen und Ganzen können wir vorab schon sagen, dass die ISH für uns wieder einmal sehr erfolgreich war. Während wir einerseits bestehende Händlerkontakte pflegen und auf den neusten Stand bringen konnten, haben wir andererseits viele neue und vor allem auch internationale Kontakte knüpfen können. Die Partner, mit denen wir Bekanntschaft gemacht haben, waren dieses Jahr besonders global vertreten  und kamen teilweise aus Palästina, Japan oder auch Irland. Doch auch neue Endkunden, denen unsere Produkte gefielen, durften wir am Publikumstag kennenlernen.

Neben diesen neu entstandenen Beziehungen war es für ROHEM-Feuerungstechnik besonders interessant neue Anregungen im Bereich der Kamineinsätze zu bekommen, mit welchen wir nun weiter nach vorne blicken und uns neue Ziele setzen werden.

Summa summarum sind unsere Produkte auch dieses Jahr auf der Messe wieder gut angekommen. Im Speziellen stach hierbei besonders unser EGRA Glass HT im frühlingshaften, frischen grün hervor! Er gilt als Prestige Modell für Niedrigenergiehäuser mit Vollwasserummantelung und doppelter Scheibe. Neben diesem Klassiker unter den wassergeführten „aquaTECH“ Modellen sind wir erstmals dieses Jahr zu unseren Wurzeln zurückgekehrt, in dem wir einen wasserloren „airTECH“ Einsatz präsentierten. Dieser stellte sich direkt im neuen Design mit einer Keramik Brennraumauskleidung vor.

Abschließend ist zu sagen, dass ROHEM-Feuerungstechnik stolz ist auch dieses Jahr Teil der ISH und einer von 2.465 Herstellern mit rund 198.000 Besuchern gewesen zu sein – wir dürfen gespannt sein auf die Messe in 2017!

20150310_163122