FAQ

Fragen & Antworten zu Kamineinsätzen

Fragen und Antworten über Kamineinsätze und wasserführende Kamine.

In unserer kleinen ständig erweiterten Sammlung finden Sie die wichtigesten Antworten auf Ihre Fragen.

Nicht alle unsere Feuerstätten verfügen über diese hier aufgeführten Eigenschaften.
Bitte verstehen Sie diese Informationen nur als allgemeine Begriffserklärung.

Vermiculite

ist ein hochhitzebeständiges natürliches Mineral und besteht aus Aluminiumeisenmagnesiumsilicat, aus dem in einem Spezialverfahren Platten hergestellt werden. Es eignet sich zur Wärmedämmung für verschiedene Anwendungen z.B. Kaminöfen, Kamintüren, Lüftungskanäle, Gas- und Elektroherde, Heizgeräte, Kühler, Zyklonen, Schiffswände oder zur Abschottung von Brandabschnitten, und ist außerdem sehr leicht zu bearbeiten (schneiden, kleben). Ein Vorteil gegenüber Schamotte ist das geringe Gewicht und die glattere Oberfläche. Auch die Stabilität ist höher als bei Schamotteauskleidungen. Durch die wärmeabweisende Wirkung des Materials erhöht sich die Verbrennungstemperatur und verbessert sich das Abgasverhalten (weniger Emissionen).

Schamott / Schamotte

Die Schamotte (auch Schamott) ist ein feuerfestes Halbfabrikat mit 10 bis 45% Aluminiumoxid-Anteil. Primäre Aufgabe der Schamottesteine ist es, die Wärme zu speichern, und auch den Ofenkorpus vor direkter Flammeneinwirkung zu schützen.

Primärluft

Ist die Luft, die der Feuerstelle durch den Feuerrost zugeführt wird. Diese ist grundsätzlich in der Anheizphase und bei der Verbrennung von Braun- und Steinkohle erforderlich. Bei der Verbrennung von Holz wird nach der Anheizphase die Primärluftzufuhr geschlossen.

Sekundärluft (Scheibenspülung)

Die Sekundärluft wird dem Feuerraum durch entsprechende Kanäle im oberen Bereich zugeführt und strömt an der Sichtscheibe entlang. Sie ist für die Verbrennung von Holz erforderlich. Die Sekundärluft bewirkt eine Nachverbrennung der Heizgase und somit eine emissionsfreiere Verbrennung.

Kaminofenglas / Sichtscheibe

Ein handelsüblicher Kaminofen erreicht selten eine max. Verbrennungsraumtemperatur von 400°C, die Temperatur an der Scheibe ist meistens viel geringer. Unsere Scheiben haben einen derartig hohen Sicherheitsfaktor, dass selbst bei anhaltender Volllast keine Gefahr besteht. Wir haben unser Glas testen lassen, Temperaturen von bis zu 800°C sind möglich.
Vorsicht: Bitte verwenden Sie kein normales Fensterglas als Kaminscheibe. Dieses wird bersten und kann massive Schäden verursachen. Fensterglas kann die Temperaturunterschiede eines Ofens nicht verkraften. Der Einbau von Fensterglas in einen Kamin ist eine fahrlässige Handlung. Das von uns verwendete hochwertige Basismaterial, ist speziell auf Hochtemperaturanwendungen ausgelegt. Es sieht zwar aus wie Glas, verkraftet Temperaturdifferenzen aber um ein Vielfaches besser als handelsübliches Glas.

Wie funktioniert selbstreinigende(-s) Scheibe/ Ofenglas ?

Unser selbstreinigendes Kaminscheibenglas ist einseitig mit einer Metalloxyd – Schicht versehen. Diese Schicht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar und beeinträchtigt nicht die Optik ihres Kamins. Mit Hilfe der Beschichtung wird ein bestimmter Bereich der langwelligen IR-Strahlung wieder auf die Innenseite der Scheibe reflektiert, dadurch erhitzt sich die Innenseite der Scheibe um ca. 25% mehr als bei einer üblichen Kaminscheibe und sorgt so für eine viel bessere Verbrennung. Eine bessere Verbrennung hat zur Folge, dass der Ruß vollständiger verbrannt wird. Diesen Effekt nennt man den Pyrolyse – Effekt. Bei der Auslieferung ist die Außenseite der Scheibe gekennzeichnet, die Beschichtung sollte nach außen zeigen. Falls Sie mal prüfen wollen, ob da tatsächlich eine Beschichtung auf der Scheibe ist – kein Problem, die Schicht ist elektrisch leitend und kann mit einem Ohm-Meter identifiziert werden. Lebensdauer der Beschichtung: identisch mit der Lebensdauer der Scheibe.

Externe Verbrennungsluftzufuhr

Feuerstätten werden vermehrt in sogenannten Niedrigenergiehäusern oder auch Wohn- Essküchen eingebaut. Die Abgase der Feuerstätte gelangen über den Kamin ins Freie, dadurch wird dem Raum Luft entzogen. Entnimmt man dem Raum die für das Wohnklima benötigten Luftmengen, kann sich ein gefährlicher Unterdruck ergeben. Die Strömungsrichtung im Kamin kann umgekehrt werden, der Schornstein transportiert so Luft durch die Feuerung und die giftigen Abgase treten im Wohnraum aus. Bei der externen Verbrennungsluftzufuhr wird der Feuerstätte die Verbrennungsluft direkt aus dem Freien über eine entsprechende Leitung zugeführt, sodass das Zusammenspiel zwischen Be- und Entlüftung des Hauses nicht gestört wird. Externe Verbrennungsluftzufuhr bedeutet nicht Raumluftunabhängig nach DIN wie es bei einigen Passiv-Häusern benötigt wird.

Kamineinsatz - Heizeinsatz - Radiante

Der Kamineinsatz ist der Bestandteil eines Kaminbausatzes oder auch eines Kamins, in dem der Brennstoff verbrannt wird. Dieser Heizeinsatz wird aus Stahlblech oder Guss gefertigt. Der Feuerraum des Heizeinsatzes ist in der Regel mit Schamottesteinen oder Guss ausgekleidet.

Wassergeführte Feuerstätte

gibt es als Heizeinsatz, Kaminofen, Zentralheizungsherd und Pelettofen. Diese Geräte verfügen über eine aufgesetzte Wassertasche, welche, in der Regel über einen Pufferspeicher, mit dem Heizungssystem verbunden ist. Somit kann das erwärmte Wasser im gesamten Haus zur Beheizung oder zur Brauchwasserbereitung genutzt werden. Auf diese Weise ist eine effektive Entlastung des vorhandenen Heizkessels möglich.

Kaminofen Dauerbetrieb

Ist ein Kaminofen für den Dauerbetrieb geeignet, dann ist er nicht gleichzeitig für den Dauerbrand zugelassen. Der Kaminofen darf im Dauerbetrieb laufen, aber niemals für die alleinige Heizung genutzt werden.

Kaminofen Zeitbrand

Ist ein Kaminofen der durch unterbrochene Betriebsweise eine Heizmöglichkeit bietet bzw. die herkömmliche Zentralheizung für kurze Zeit ersetzt.

Kaminofen Dauerbrand

Ein Dauerbrandofen ist durch seine Prüfung für die dauerhafte Beheizung von Wohnräumen zugelassen und kann als alleinige Heizung genutzt werden. Der Kaminofen muß die Fähigkeit besitzen, ohne Brennstoffaufgabe und ohne Eingriff in den Verbrennungsablauf eine bestimmte Mindestdauer bei Kleinstellung so weiterzubrennen, dass das Glutbett am Ende des Zeitraumes wiederentfacht werden kann.

Feuerstätten nach DIN 18895

sind Kamin-Heizeinsätze für feste Brennstoffe. Verfeuerung von Scheitholz, Holzbriketts und einige Modelle auch Braunkohlebriketts. Heizeinsätze nach DIN 18895 sind ausschließlich als Zusatz- oder Zweitheizung zugelassen für den gelegentlichen Betrieb gebaut und dürfen nicht als Alleinheizung im Dauerbetrieb eingesetzt werden.

Feuerstätten nach EN 13229 (vormals DIN 18895)

sind Feuerstätten (Warmluft-Kamin-Heizeinsätze) für feste Brennstoffe, die in eine Nische oder in eine Verkleidung eingebaut werden. Über die neue Europäische Norm 13229 werden Kamin-Heizeinsätze sowohl für den Zeitbrand als auch für den Dauerbrand definiert. Der entsprechende Hinweis, ob die Feuerstätte für den Zeitbrand oder Dauerbrand geeignet ist, muss sich auf dem Typenschild der jeweiligen Feuerstätte befinden. Die Europäische Norm 13229 ersetzt die DIN 18895.

Bauart (A)1

Eine Feuerstätte der Bauart (A)1 hat eine selbstschließende Feuerraumtür, die einen Betrieb mit offenem Feuerraum nicht zulässt. Dadurch können jedoch unter bestimmten Voraussetzungen mehrere Feuerstellen an einen Schornstein angeschlossen werden und es kann in der Regel auf die Erstellung einer Frischluftzufuhr verzichtet werden.

Bauart 2

Feuerstätten der Bauart 2 haben keine selbstschließende Feuerraumtür und dürfen nicht mit anderen Heizgeräten an einem Schornstein betrieben werden. Der Betrieb eines solchen Gerätes kann wahlweise offen oder geschlossen erfolgen. Eine ausreichende (meistens externe)Frischluftzufuhr muss sichergestellt sein.

Naturstein

Als Naturstein werden all jene Gesteinssorten bezeichnet, die nicht maschinell mithilfe von Beton gegossen werden, sondern in der Natur vorkommen und so nach dem Abbau später verarbeitet werden. Charakteristisch für Natursteinarbeiten ist die individuelle Oberflächenstruktur des Steins, da jeder Naturstein seine eigene Färbung und Charakteristik besitzt. Das macht Natursteinobjekte wie zum Beispiel Kamine und Öfen zu einzigartigen Unikaten. Gleichzeitig verfügt das Material über eine außerordentliche Wärmespeicherkraft, die langsam an die Umgebungswärme in einem Raum abgegeben wird.

Speckstein

Speckstein ist vor rund 2,8 Millionen Jahren entstanden indem sich Talk und Magnesit unter hohem Druck mit anderen Mineralien verbunden haben. Hervorzuheben sind die guten Wärmespeichereigenschaften. Die Hauptabbaugebiete für Speckstein sind Skandinavien und Brasilien.

Automatische Sekundärluftregelung (Verbrennungsluftautomatik)

Diese regelt die für den laufenden Betrieb notwendige Luftmenge selbsttätig und hält die eingestellte Wärmeleistung und sorgt gleichzeitig für optimalen Abbrand und geringste Emission. Die Verbrennungsluftautomatik ist jedoch nicht begrenzt beim Betrieb mit dem Brennstoff Holz möglich, da Holz stets mit ausreichender Luftzufuhr befeuert werden muss, um Rußentwicklung zu vermeiden.

Primärluftautomatik

Der Thermoregler öffnet und schließt automatisch, in Abhängigkeit von der Temperatur des Ofens, die Primärluft. Dadurch kann die einmal eingestellte Wärmeleistung des Ofen während des Abbrandes der Brennstofffüllung annähernd konstant gehalten werden.

Holzpellets

Holzpellets sind kleine Presslinge, die aus naturbelassenem Sägemehl oder Holzspänen hergestellt werden. Sie sind zwischen 10 und 30 mm lang, haben einen Durchmesser von 6-8 mm und sind frei von chemischen Bindemitteln. Holzpellets können als Brennstoff in speziellen Pelletöfen verwendet werden.

Konvektionswärme

Konvektionswärme macht sich die Eigenschaft zu Nutze, dass warme Luft leichter ist als kalte und somit aufsteigt. Die von unten in den Kaminofen einströmende kühle Raumlauft wird im Ofen erwärmt und gibt die erwärmte Luft oben an den Raum ab. Die warme Raumluft steigt nach oben, die kalte Raumluft fällt nach unten, der Kaminofen saugt die Raumluft von unten wieder an. Dieser Kreislauf im Raum erwärmt die Luft schnell, sparsam und gleichmäßig, dementsprechend können solche Kaminöfen äußerst energieeffizient arbeiten.

Strahlungswärme

im Gegensatz zur Konvektionswärme heizt die Strahlungswärme nicht die Luft im Aufstellraum auf, sondern die Körper auf die die Strahlungswärme trifft. Die Strahlungswärme erreicht so bei niedrigeren Temperaturen das gleiche Wärmeempfinden wie die Konvektionswärme. Der Energieaufwand bei Strahlungswärme ist dementsprechend geringer als bei Konvektionswärme.

Stuttgarter- Regensburger Norm, Münchner Anordnung

Aufgrund besonderer geografischer Lagen mancher Wohnorte (Ballungsräume, Talkessel) werden bestimmte Anforderungen an die Abgaswerte von Feuerstellen gestellt. Die Grenzwerte sind hier besonders streng. Der CO-Gehalt der Abgase darf bei der Nennwärmeleistung der Feuerstelle unter den Prüfbedingungen der entsprechenden DIN nicht übersteigen.

1.+ 2. BlmSchV

Hinweise zu Inhalt und Fristen der Bundesimmissionsschutzverordnung für kleine und mittlere Feuerungsanlangen finden Sie hier.

Ofenrohre DIN 1298 / DIN EN 1856-2

Die Norm für Ofenrohre DIN 1298 gilt in Verbindung mit DIN EN 1856-2 und legt Maße für starre Verbindungsstücke und Formstücke fest. Sie gilt für Verbindungsstücke in Gebäuden zum Abführen von Abgasen aus Feuerstätten im Unterdruckbetrieb bei bestimmungsgemäßem Betrieb und bei trockener Betriebsweise im Bereich des Verbindungsstückes. Die Festlegungen der DIN EN 1856-2 gelten vollumfänglich.

Erforderlicher Förderdruck

Der erforderliche Förderdruck ist der Druckunterschied zwischen dem Druck im Aufstellraum und dem Druck des Abgases im Rauchrohrstutzen der Feuerstelle, der zur Funktion der Feuerstelle notwendig ist.

Abgasmassenstrom

Der Abgasmassenstrom ist die Luftmenge und die vergaste Brennstoffmenge, die vermischt durch den Schornstein ins Freie geführt wird. Die Feuerstelle entnimmt dem Aufstellraum eine bestimmte Menge Luft, die zur Verbrennung benötigt wird. Diese verbindet sich mit den erzeugten Abgasen aus dem Brennstoff.

Abgastemperatur

Die Abgastemperatur ist die Temperatur, die die Rauchgase im Rauchrohr der Feuerstelle aufweisen. Die für die jeweilige Feuerstelle angegebene Temperatur wurde von der Prüfstelle bei der DIN-Prüfung gemessen.

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